Theorie

Themenfeld / Dimension

Theorie U

PEGA-edu

Synthese

Rolle der Lernenden

• Lernenden in den Mittelpunkt stellen

• Schüler:innen als Co-creator / Mitschöpfer

• Eigene Fragen des Lernenden/Klienten als Ausgangspunkt

• Prämisse: „Die Fragen der Lernenden sind der Ausgangspunkt des Lernens!“

Abkehr von passiver Inhaltsvermittlung; Lernende gestalten Wissen und Veränderung aktiv mit.

Haltung und Machtgefüge

• Beziehungen auf Augenhöhe

• Verschiebung der Macht-Geometrie (Dezentralisierung) • Wechsel von transaktional zu dialogisch/ko-konstruktiv

• Mindset der Gleichberechtigung: Klassenrat, Gesprächskultur in der Schule und im Klassenraum, Lernlandschaften

• Ermöglicht Autonomie, Partizipation und Identifikation als Gruppe: Scrum, Kollaboration via iPads  (geteilte Dokumente), Präsentationsphasen

Demokratisierung von Lern- und Führungskulturen; Aufbrechen hierarchischer Machtstrukturen.

Rolle der Lehrkraft / Führung

• Teacher als Coach oder Midwife (Hebamme für das Neue)

• Bedingungen der Möglichkeiten schaffen

• Konzept des Adaptiven Leaderships

• Moderation von Lern- und Veränderungsschmerzen

• Balance zwischen Tanzboden und Balcony

Führung wird als Prozessbegleitung und Moderation agiler Lernlandschaften verstanden.

Lernraum, Umgebung

Container Building (Gefäßbildung für Dialog)

• Einlassen auf erfahrbare Welten und Räume

Edu-tecture / Raum

• Raum-Kontextualisierung nach pädagogischen Zielsetzungen

• Gestaltung von Begegnungsräumen

Der physische und soziale Raum dient als Ermöglichungsstruktur („Gefäß“) für Transformation.

Lernprozess Methodik

• Iterative Zyklen / Projektmanagement

• Reflexion auf Erfahrungen und Lernen im Tun

• Stoppen des Downloadings

• Problemorientierung als Kerninhalt

• Prozess aus Versuch und Irrtum (Experiential Learning)

  • Außerschulische Lernorte
  • Scrum
  • Kanban
  • Relevanz als didaktisches Leitprinzip

Erfahrungs- und erforschendes Lernen in kontinuierlichen Anpassungs- und Iterationsschleifen.

System- & Ökosystemblick

• Bewusstsein vom Ganzen (Eco-system)

• Vernetzung und fächer-/institutionenübergreifende Beziehungen

• Synergien zwischen Inhalt und Form

• Fokus auf Kollegium, Schulgemeinschaft und Vernetzung

Ganzheitliches Denken, das den Einzelnen als Teil eines vielschichtigen Ökosystems begreift.

Literatur und weiterführende Quellen

Reißig, Rolf (1994): „Transformation – Theoretisch-konzeptionelle Ansätze, Erklärungen und Interpretationen“. In: BISS public, Jg. 4, Heft 15, S. 5–43.

Scharmer, C. Otto (2019): Essentials der Theorie U. Grundprinzipien und Anwendungen. Aus dem Amerikanischen übersetzt von Astrid Hildenbrand. Heidelberg: Carl-Auer Verlag.

Scharmer, C. Otto (2020): Theorie U – Von der Zukunft her führen. Presencing als soziale Technik. 5., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Heidelberg: Carl-Auer Verlag.

Leitfragen

Aus der Beschäftigung mit Transformation und Theorie U ergeben sich folgende Leitfragen:

  1. Berücksichtige ich den Standpunkt meines Gegenübers, wenn ich meine eigene Vision einer idealen Zukunft entwickle?
  2. Nehme ich die anderen Akteurinnen und Akteure in meinem Ökosystem ernst, oder blende ich ihre Positionen aus?
  3. Begünstigt die Art und Weise, wie ich gegenwärtig arbeite, tatsächlich die Veränderung, die ich erreichen möchte?

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